The Rite of Spring

Über die Arbeit von Nick & Clemens Prokop

Die Kunst, Musik sichtbar zu machen

Der Anfang ist immer die Partitur. Wenn Nick & Clemens Prokop Musik für ein Konzert visualisieren, dann sehen sie sich im Dienst der Interpretation: die sozusagen musikalische Architektur sichtbar, nachvollziehbar und im besten Fall unmittelbar spürbar zu machen.

Technologie ist dafür immer ein Mittel, nie Spielerei oder Selbstzweck. Interaktive Anwendungen, wie sie speziell für Kent Nagano im "Sacre du Printemps" entwickelt wurden, verdeutlichen und verstärken die ohnehin vorhandene Beziehung zwischen Dirigenten, Orchester und den Bildwelten.

Charakteristisches Merkmal der künstlerischen Handschrift ist eine "Abstraktion aus dem Konkreten". Meist ausgehend von Fotografien, vereinzelt auch Videosequenzen, arbeiten Nick & Clemens Prokop mit Überlagerungen bis zur Unkenntlichkeit.

Diese visuellen Metamorphosen können sich über vergleichsweise lange Zeiträume erstrecken, wie etwa bei Cathedrals of Sound. Dabei geht es nicht um eine wie auch immer geartete Illustration. Vielmehr markieren die Szenen eine durch den musikalischen Fortlauf veränderte Wahrnehmung bei den Zuhörern selbst.

Regelmäßig berichten Konzertbesucher, dass sie Dank unserer Bildwelten die Musik viel besser verstehen. Für unsere Arbeit kann es keine schönere Bestätigung geben.

Nick & Clemens Prokop

Foto: Boris Zorn

Foto: René Buttermann

Where We Stand

Klaviermusik des 20. und 21. Jahrhunderts, aufgeführt von drei Pianisten im Sternensaal des Planetariums Hamburg: eine Herausforderung, alle Augen und Ohren auf die unglaublichen Schönheiten der Werke von Nono, Ligeti, Stockhausen, Peter Ruzicka und Unsuk Chin zu lenken.
  • Kategorie
    Konzertinszenierung
  • Technik
    360° Domemaster, 3D-Sound
  • Installation
    Lichtskulptur
Foto: Will Pruett

Cathedrals of Sound

Anton Bruckners monumentale 8. Sinfonie im Zentrum eines großen Konzerterlebnisses: "Cathdreals of Sound" mit Carl St. Clair und dem Pacific Symphony Orchestra ist ein markantes Beispiel für Nick & Clemens Prokops "Emblematic Illumination".
  • Kategorie
    Konzertinszenierung
  • Technik
    Splitscreen-Projektion
  • Installation
    Lichtskulptur und Raum-Inszenierung
© Nick & Clemens Prokop

Rite of Spring

Eine interaktive Visualisierung von Igor Strawinskys "Sacre du Printemps" für Kent Nagano und das London Symphony Orchestra. Als Ballett komponiert, entstehen hier die Bildwelten komplett aus der Musik sowie den Bewegungen des Dirigenten und zeichnen damit, ganz ohne Tänzer, die innere Struktur und Geschichte des Stückes nach.
  • Kategorie
    Konzertinszenierung
  • Technik
    Interaktive Visualisierung

© Nick & Clemens Prokop

Vineta

Virtuelle Landschaften für den Chor des Bayerischen Rundfunks: Im Musikfilm "Vineta – Vokale Welten" thematisieren Nick & Clemens Prokop versunkene Gesellschaftsformen. Grossflächige Bildwelten verändern sich präzise zur Musik. Dank modernster Kameratechnik entsteht ein bis dahin unerreichtes Licht- und Schattenspiel.

  • Kategorie
    Musikfilm
  • Technik
    270° Projektion
© Nick & Clemens Prokop

Who's Afraid of György Ligeti

György Ligetis Musik ist einem breiten Publikum aus den Filmen Stanley Kubrick bekannt. Seine Klangwelten sind als Soundtrack entsprechend kontaminiert. "Who's Afraid of György Ligeti" nimmt die Schönheiten und Abgründe seiner Musik in den Fokus und macht die abrupten Wechsel von Aggregatzuständen sichtbar, nicht ohne Kubricks ikonische Bildmotive zu variieren.

  • Kategorie
    Konzertiszenierung
  • Technik
    Projektion